Seit Alberti galt die vitruvianische Trias, mit der die Ziele guter Architektur beschrieben wurden. Jedes Gebäude sollte dauerhaft, zweckmässig und schön sein.
Aus Bernd Evers, Architekturtheorie

Ziele die auch uns heute beim Planen und Bauen leiten. Skizzenhaft lässt sich unser Arbeitsansatz wie folgt zusammenfassen:

Am Anfang steht die Frage nach den Notwendigkeiten des Bauherrn. Der intensive Dialog und die unabhängige Beratung führen über die Definition der Aufgabe zu individuellen Lösungen.

Eine Bauästhetik der Einfachheit, zeitlose Formen, orientiert an der klassischen Moderne, sichern durch Ihre Reduktion auf das Wesentliche beständige Architektur und Nachhaltigkeit.

Ein Bauen, dass sich an statischen und energetischen Belangen orientiert, lässt sich auch kostengünstig realisieren. Energetisch optimiertes Bauen ist heute eine Notwendigkeit. Passive und aktive Komponenten des energiesparenden Bauens werden zum Standard

Neben dem Raumkonzept bestimmen das Licht und der Klang die Qualität der Räume. Gerade bei den Kirchenbauten werden die Raumkonzeption und die Lichtführung zur Einheit. Der Klang, bzw. die Akustik vollenden den Raum. Diese Grundsätze haben auch im gewerblichen Bau wie zB. bei Bürogebäuden und Einkaufsstätten ihre Berechtigung.

Das Material in Kombination mit der Sachlichkeit der Gestaltung ergibt die sinnliche Qualität des Gebauten und schafft Gebäude mit freudigen Emotionen. Die Ausgewogenheit dieser Komponenten ergeben Räume mit einer schlichten Eleganz die das tägliche Leben in gut gestalteten Gebäuden abrunden.

Wir werden uns heute wieder bewusst, dass die Ressourcen endlich sind. Das gilt auch für die Kostenorientierung beim Bauen: nicht alles was teuer ist, ist gut und umgekehrt ebenso, nicht alles was gut ist muss teuer sein. Die Angemessenheit der Lösung wird durch die Notwendigkeiten des Bauherrn bestimmt, welche im Planungsprozess immer konkreter werden. Laufende Kontrolle der Kosten und der Zeitabläufe sichern die Projektziele.

Die Gebäude stehen immer im Zusammenhang mit der Umwelt. Wir reagieren darauf mit individuellen Lösungen. Beispielhaft folgende Ansätze:

  • Die Transparenz der Bürogebäude erweitert von Aussen den erlebbaren Strassenraum. Vor allem abends werden die Gebäude in ihrer Tiefe und Schichtung erlebbar. Aber auch von Innen erschliesst sich nach Aussen die unterschiedlichste Licht- und Tagesstimmung, im Wohnungsbau eine Selbstverständlichkeit. Im Gebäudeinnern erweitert die Transparenz die Arbeitsräume zu Arbeitswelten.
  • Das Wohnen in der Stadt wird wegen der Infrastruktur, dem besseren Versorgungsangebot, den Wegen zu Kindergarten, Schule und Arbeit wieder nachgefragt. Beispiele zeigen, wie auf kleinen Grundstücken, grosszügiger Wohnraum zu erschwingliche Kosten möglich wird.
  • Manchmal gelingt es ein Stück Stadtgeschichte erlebbar zu machen: durch eine Vitrine mit dem Querverweis auf Bürgerschicksale, durch freilegen mittelalterlicher Mauern und einbeziehen in das Baukonzept oder bei dem Zitat einer Fassadengestaltung auf den historischen Bezug einer Stadt. In diesen Fällen wird das Gebäude zum Bedeutungsträger.